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Photovoltaik 2026: Wann sich die Solaranlage rechnet

Robert Wilhelm Binder· · 2 Min. Lesezeit

Ja, Photovoltaik lohnt sich 2026 in den meisten Fällen. Nicht die Anlagengröße entscheidet über die Rendite, sondern der Eigenverbrauch. Wir zeigen die vier Faktoren und nennen konkrete Preise.

Inhalt dieses Artikels
  1. 1. Eigenverbrauch schlägt Einspeisung
  2. 2. Der Speicher: sinnvoll, aber kein Selbstläufer
  3. 3. Dach, Ausrichtung und Ertrag
  4. 4. Preis und Amortisation
  5. Preise fair vergleichen
  6. Besonders stark: die Kombination mit der Wärmepumpe

Ja, Photovoltaik lohnt sich 2026 in den meisten Fällen. Aber die Rechnung hat sich verschoben. Früher war die Einspeisung ins Netz der Renditetreiber, heute ist es der Eigenverbrauch. Vier Faktoren entscheiden, und bei den Preisen gibt es klare Richtwerte.

1. Eigenverbrauch schlägt Einspeisung

Jede Kilowattstunde Solarstrom, die Sie selbst verbrauchen, ersetzt teuren Netzstrom. Jede Kilowattstunde, die Sie einspeisen, bringt nur die vergleichsweise niedrige Einspeisevergütung. Der Unterschied ist groß. Die entscheidende Frage ist deshalb nicht, wie viel Strom die Anlage produziert, sondern wie viel davon Sie selbst nutzen. Wer tagsüber zu Hause ist, im Homeoffice arbeitet oder eine Wärmepumpe und ein E-Auto betreibt, erreicht hohe Eigenverbrauchsquoten und damit die beste Wirtschaftlichkeit.

2. Der Speicher: sinnvoll, aber kein Selbstläufer

Ein Batteriespeicher hebt den Eigenverbrauch deutlich, weil er den Mittagsstrom für den Abend verfügbar macht. Er kostet aber extra. Ob er sich rechnet, hängt vom Strompreis, der Speichergröße und Ihrem Verbrauchsprofil ab. Faustregel: Je höher der Strompreis und je mehr Verbrauch in die Abendstunden fällt, desto eher lohnt der Speicher.

3. Dach, Ausrichtung und Ertrag

Süddächer liefern den höchsten Jahresertrag. Ost-West-Dächer sind ebenfalls attraktiv, weil sie die Erzeugung über den Tag verteilen und damit oft besser zum Verbrauch passen. Auf einem geeigneten Dach sind bis zu rund 1.000 Kilowattstunden pro Kilowatt-Peak und Jahr möglich. Entscheidend sind Verschattung durch Kamine, Bäume oder Nachbargebäude, die Dachneigung und die nutzbare Fläche. Eine seriöse Auslegung rechnet konservativ statt mit Bestwerten.

4. Preis und Amortisation

Der Preis pro Kilowatt-Peak ist in den letzten Jahren gesunken. Für ein typisches Einfamilienhaus liegen reale Angebote 2026 nach Verbraucherportalen oft bei 14.000 bis 20.000 Euro inklusive Speicher. Als Richtwert gilt: Zahlen Sie nicht mehr als etwa 1.600 Euro pro Kilowatt-Peak. Ein steuerlicher Vorteil kommt hinzu, denn auf die Lieferung und Installation typischer Hausanlagen fällt seit 2023 keine Umsatzsteuer an. Über die Laufzeit amortisiert sich eine gut geplante Anlage klar, danach produziert sie viele Jahre günstigen Strom.

Wie schnell sich die Investition zurückzahlt, hängt stark vom Angebotspreis ab. Und genau hier gibt es große Unterschiede zwischen den Anbietern.

Preise fair vergleichen

Für dieselbe Konfiguration verlangen Betriebe sehr unterschiedliche Preise. Aufschläge von mehreren tausend Euro sind keine Seltenheit. Deshalb lohnt sich der Vergleich auf gleicher Grundlage.

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Besonders stark: die Kombination mit der Wärmepumpe

Am wirtschaftlichsten wird es, wenn PV und Wärmepumpe zusammenspielen. Der selbst erzeugte Solarstrom senkt die Heizkosten, und der höhere Stromverbrauch der Wärmepumpe hebt den Eigenverbrauch der PV-Anlage. Wer beides plant, sollte es gemeinsam auslegen. Mehr dazu auf unserer Seite Solaranlage. Steht zusätzlich eine neue Heizung an, hilft der Förderrechner bei der Einschätzung des Zuschusses.

Die tatsächliche Wirtschaftlichkeit hängt von Standort, Verbrauch, Strompreis und Angebotspreis ab. Dieser Beitrag ist eine allgemeine Orientierung, keine Anlageberatung.

Häufige Fragen

Lohnt sich Photovoltaik 2026 noch?

In den meisten Fällen ja. Der Renditetreiber ist heute der Eigenverbrauch, nicht die Einspeisung. Wer viel selbst erzeugten Strom nutzt, etwa mit Wärmepumpe, E-Auto oder Homeoffice, erreicht die beste Wirtschaftlichkeit.

Was kostet eine PV-Anlage mit Speicher?

Für ein typisches Einfamilienhaus liegen reale Angebote 2026 nach Verbraucherportalen oft bei 14.000 bis 20.000 Euro inklusive Speicher. Als Richtwert sollten Sie nicht mehr als etwa 1.600 Euro pro Kilowatt-Peak zahlen.

Wie viel Strom liefert eine PV-Anlage?

Auf einem geeigneten Dach sind bis zu rund 1.000 Kilowattstunden pro Kilowatt-Peak und Jahr möglich. Die tatsächliche Menge hängt von Ausrichtung, Neigung und Verschattung ab.

Lohnt sich ein Batteriespeicher?

Ein Speicher hebt den Eigenverbrauch deutlich, kostet aber extra. Er rechnet sich vor allem bei hohem Strompreis und viel Verbrauch am Abend. Überdimensionieren sollten Sie ihn nicht.