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Was eine Photovoltaikanlage kostet
Photovoltaik ist gut kalkulierbar – anders als bei der Heizung hängt der Preis kaum am Gebäudezustand, sondern fast nur an der Größe.
Gerechnet wird in Kilowatt-Peak, kurz kWp: der Leistung, die die Anlage unter Normbedingungen abgibt. Ein Kilowatt-Peak braucht heute etwa vier bis fünf Quadratmeter Dachfläche.
Photovoltaik: Komplettkosten nach Anlagengröße
| Anlagengröße | ohne Speicher | mit Speicher | Passend für |
|---|---|---|---|
| 6 kWp | 7.200 – 10.800 € | 10.200 – 12.600 € | 1 – 2 Personen |
| 9 kWp | 10.800 – 16.200 € | 15.300 – 18.900 € | 3 – 4 Personen |
| 12 kWp | 14.400 – 21.600 € | 20.400 – 25.200 € | 5 und mehr Personen |
Auffällig ist, dass der Preis je Kilowatt-Peak mit der Anlagengröße sinkt. Der Grund sind Fixkosten, die unabhängig von der Modulzahl anfallen: Gerüst, Anfahrt, Zählerschrank, Planung und Anmeldung. Sie verteilen sich bei einer 12-kWp-Anlage auf doppelt so viele Module wie bei einer mit 6 kWp.
Photovoltaik: Preis je Kilowatt-Peak
| Ausführung | Preis je kWp | Enthalten |
|---|---|---|
| ohne Speicher | 1.200 – 1.800 € | Module, Wechselrichter, Montage, Anmeldung |
| mit Speicher | 1.700 – 2.100 € | zusätzlich Batteriespeicher und Energiemanagement |
Daraus folgt die wichtigste Planungsregel: Belegen Sie das Dach so voll wie möglich. Wer aus Sparsamkeit eine kleine Anlage baut, zahlt je Kilowattstunde mehr – und muss beim späteren Nachrüsten Gerüst und Anfahrt ein zweites Mal bezahlen.
Was oft nicht im Angebot steht
- Zählerschrank. Ältere Schränke erfüllen die aktuelle Norm nicht. Eine Erneuerung kostet 800 bis 2.500 Euro und fällt oft erst bei der Vorbesichtigung auf.
- Gerüst. Bei mehr als zwei Vollgeschossen oder schwierigem Zugang 500 bis 1.500 Euro.
- Dachsanierung. Wenn das Dach in den nächsten zehn Jahren ohnehin neu gedeckt werden muss, sollte das vorher geschehen. Ab- und Wiederaufbau der Anlage kostet sonst 2.000 bis 4.000 Euro.
- Wallbox oder Notstromfunktion. Sinnvolle Ergänzungen, aber eben Ergänzungen – prüfen Sie, ob sie im Preis enthalten sind.
Was die Anlage einbringt
Der Ertrag ist das eine, der Eigenverbrauch das andere – und der Eigenverbrauch entscheidet über die Wirtschaftlichkeit.
Selbst verbrauchter Solarstrom ersetzt Netzstrom für rund 35 Cent je Kilowattstunde. Eingespeister Strom bringt 7,86 Cent. Jede Kilowattstunde, die im Haus bleibt statt ins Netz zu gehen, ist also mehr als viermal so viel wert.
Photovoltaik: Ertrag und Eigenverbrauch nach Anlagengröße
| Anlagengröße | Jahresertrag | Eigenverbrauch ohne Speicher | Ersparnis je Jahr ohne Speicher | Ersparnis je Jahr mit Speicher |
|---|---|---|---|---|
| 6 kWp | 5.700 kWh | rund 1.710 kWh | rund 915 € | rund 1.450 € |
| 9 kWp | 8.550 kWh | rund 2.565 kWh | rund 1.370 € | rund 2.170 € |
| 12 kWp | 11.400 kWh | rund 3.420 kWh | rund 1.830 € | rund 2.900 € |
Der Speicher: knappe Rechnung, klare Fälle
Ein Speicher kostet 4.500 bis 6.000 Euro und hält 12 bis 15 Jahre. Bei einer 9-kWp-Anlage hebt er die jährliche Ersparnis um rund 800 Euro. Über die Lebensdauer geht die Rechnung damit knapp auf – ein Selbstläufer ist er nicht.
Klar dafür spricht:
- Hoher Verbrauch am Abend und in der Nacht, etwa bei Berufstätigen.
- Ein Elektroauto, das abends geladen wird.
- Eine Wärmepumpe, die in den Übergangsmonaten läuft.
- Der Wunsch nach Notstromfähigkeit bei Netzausfall – die allerdings ausdrücklich beauftragt werden muss, sie ist nicht automatisch dabei.
Dagegen spricht ein Haushalt, dessen Verbrauch ohnehin tagsüber liegt, oder ein knappes Budget – dann ist eine größere Anlage ohne Speicher meist die bessere Investition als eine kleine mit.
Ausrichtung, Neigung, Verschattung
Die perfekte Südausrichtung bei 30 Grad Neigung ist der Referenzfall – aber Abweichungen kosten weniger Ertrag als viele erwarten:
- Süd, 30 Grad: 100 Prozent, der Referenzwert.
- Südost oder Südwest: etwa 95 Prozent.
- Ost-West-Belegung: etwa 85 Prozent, dafür gleichmäßiger über den Tag verteilt. Der höhere Eigenverbrauch macht einen Teil des Verlusts wett.
- Flachdach mit Aufständerung: etwa 95 Prozent, allerdings mit Abstand zwischen den Reihen – auf gleicher Fläche passt weniger Leistung.
- Reine Nordausrichtung: etwa 60 Prozent. Lohnt sich in aller Regel nicht.
Der weit größere Hebel ist die Verschattung. Ein Schornstein, ein Nachbarbaum oder eine Gaube kann bei ungünstiger Verschaltung ganze Modulstränge ausbremsen. Moderne Anlagen begegnen dem mit Leistungsoptimierern oder Modulwechselrichtern – die kosten 60 bis 120 Euro je Modul und lohnen sich genau dann, wenn tatsächlich Teilverschattung vorliegt. Lassen Sie sich im Angebot begründen, warum sie enthalten oder nicht enthalten sind.
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Auf Ihr Dach berechnet
Der Vergleich richtet sich nach Ihrem Bedarf und Ihrer Region – nicht nach Pauschalen.
Klar beantwortet
Was kostet eine Solaranlage?
Eine schlüsselfertige Aufdachanlage kostet 1.200 bis 1.800 Euro je Kilowatt-Peak ohne Speicher. Eine typische 9-kWp-Anlage für ein Einfamilienhaus liegt damit bei 10.800 bis 16.200 Euro inklusive Montage, Wechselrichter, Zählerschrank und Anmeldung. Mit Speicher steigt der Preis auf 15.300 bis 18.900 Euro. Für private Anlagen fällt keine Umsatzsteuer an, das sind also Endpreise.
Wie groß sollte meine Anlage sein?
Als Faustregel gilt ein Kilowatt-Peak je 1.000 Kilowattstunden Jahresstromverbrauch, aufgerundet. Ein Vierpersonenhaushalt mit 4.000 Kilowattstunden landet so bei 4 bis 5 kWp – in der Praxis lohnt es sich aber fast immer, das Dach voll zu belegen. Die Fixkosten für Gerüst, Anfahrt und Anmeldung fallen ohnehin an, und wer später ein Elektroauto oder eine Wärmepumpe anschafft, braucht den Strom. Nachrüsten ist deutlich teurer als gleich größer bauen.
Lohnt sich ein Stromspeicher?
Rechnerisch ist es knapp. Ein Speicher hebt den Eigenverbrauch von rund 30 auf rund 65 Prozent und damit die Ersparnis bei einer 9-kWp-Anlage von etwa 1.370 auf 2.170 Euro im Jahr. Er kostet aber 4.500 bis 6.000 Euro und hält meist 12 bis 15 Jahre. Über die Lebensdauer geht die Rechnung damit gerade so auf. Klar dafür spricht ein hoher Abendverbrauch, ein Elektroauto oder der Wunsch nach Unabhängigkeit; dagegen spricht ein Verbrauchsprofil, das ohnehin tagsüber liegt.
Wie viel Strom liefert eine Photovoltaikanlage?
In Deutschland rechnet man mit 900 bis 1.050 Kilowattstunden je Kilowatt-Peak und Jahr bei Südausrichtung und rund 30 Grad Dachneigung. Eine 9-kWp-Anlage liefert also etwa 8.550 Kilowattstunden. Nach Süddeutschland hin liegt der Wert höher, an der Küste etwas niedriger. Eine Ost-West-Ausrichtung kostet rund 15 Prozent Ertrag, verteilt ihn aber gleichmäßiger über den Tag – was den Eigenverbrauch erhöht und den Verlust teilweise ausgleicht.
Wann hat sich die Anlage bezahlt gemacht?
Ohne Speicher nach 9 bis 12 Jahren, mit Speicher nach 11 bis 14 Jahren. Da Module 25 bis 30 Jahre halten und meist 25 Jahre Leistungsgarantie haben, produziert die Anlage danach noch über ein Jahrzehnt Ertrag. Der Wechselrichter ist das Bauteil, das üblicherweise einmal getauscht werden muss – nach 12 bis 15 Jahren für 1.200 bis 2.000 Euro.
Wie hoch ist die Einspeisevergütung 2026?
Für Anlagen bis 10 kWp mit Überschusseinspeisung liegt sie bei 7,86 Cent je Kilowattstunde und ist ab Inbetriebnahme für 20 Jahre garantiert. Sie sinkt halbjährlich für Neuanlagen. Wirtschaftlich entscheidend ist sie aber längst nicht mehr: Selbst verbrauchter Strom spart rund 35 Cent, eingespeister bringt knapp 8. Der Eigenverbrauch ist also gut viermal so viel wert wie die Einspeisung.
Gibt es Förderung für Photovoltaik?
Direkte Bundeszuschüsse gibt es für private Photovoltaik nicht mehr. Der wichtigste finanzielle Vorteil ist die Umsatzsteuerbefreiung: Seit 2023 fallen auf Kauf und Installation 0 Prozent Umsatzsteuer an, was den Preis effektiv um 19 Prozent senkt. Dazu kommen zinsgünstige KfW-Kredite und regionale Programme einzelner Bundesländer und Kommunen, oft für Speicher. Diese Programme wechseln häufig – ein Blick auf die Seite der eigenen Kommune lohnt sich vor der Beauftragung.
Muss ich die Anlage anmelden?
Ja, an zwei Stellen: beim Netzbetreiber vor der Inbetriebnahme und im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur innerhalb eines Monats danach. Beides übernimmt in der Regel der Fachbetrieb – lassen Sie sich das im Angebot bestätigen, denn eine versäumte Registrierung kann die Einspeisevergütung kosten.
Wie lange dauert die Installation?
Die reine Montage dauert bei einem Einfamilienhaus ein bis drei Tage. Bis zur Inbetriebnahme vergehen ab Auftragserteilung meist sechs bis zwölf Wochen, weil Gerüst, Zählerschrank und der Termin des Netzbetreibers koordiniert werden müssen. Der Zählerwechsel durch den Netzbetreiber ist häufig der Engpass.
Lohnt sich Photovoltaik zusammen mit einer Wärmepumpe?
Ja, das ist eine der stärksten Kombinationen. Die Wärmepumpe erhöht den Stromverbrauch um 4.000 bis 6.000 Kilowattstunden im Jahr und damit genau die Größe, die den Eigenverbrauch lohnend macht. Der Haken: Der Wärmebedarf liegt im Winter, der Solarertrag im Sommer. Die Anlage deckt deshalb realistisch 20 bis 30 Prozent des Wärmepumpenstroms, nicht mehr. Das ist trotzdem ein spürbarer Betrag – und beide Gewerke lassen sich über WattFair zusammen ausschreiben.
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