Photovoltaik Ost-West-Ausrichtung: Ertrag realistisch
Ost-West bringt weniger Kilowattstunden als Süd, das stimmt. Warum das beim Geld aber kaum auffällt, zeigt eine einfache Rechnung.
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Eine Photovoltaik mit Ost-West-Ausrichtung bringt rund 10 bis 20 Prozent weniger Ertrag als das gleiche Dach nach Süden. In Zahlen: statt 900 bis 1.300 Kilowattstunden pro Kilowatt Leistung im Jahr kommst du auf etwa 850 bis 1.100 (Stand Juli 2026). Klingt nach klarem Nachteil. Ist es meistens aber nicht, und das liegt daran, wann der Strom kommt.
Ein Ost-West-Dach schickt dir morgens Strom von der Ostseite und abends von der Westseite. Die Mittagsspitze fällt kleiner aus, dafür produziert die Anlage über mehr Stunden am Tag. Also genau dann, wenn im Haushalt tatsächlich jemand Strom braucht.
Was Ertrag bei der Ost-West-Ausrichtung wirklich heißt
Wenn vom Ertrag die Rede ist, meinen Fachleute den spezifischen Ertrag: Kilowattstunden pro installiertem Kilowatt Leistung (kWp) im Jahr. Bei Ost-West hängt der stark vom Neigungswinkel ab. Flach montiert, also 10 bis 15 Grad, verlierst du eher 15 bis 20 Prozent gegenüber Süd. Steiler, um die 25 bis 30 Grad, sind es oft nur rund 10 Prozent.
Was viele unterschätzen: Diese Spanne wird in Angeboten gern verschwiegen. Die Neigung entscheidet mit, ob dein Ostdach am unteren oder oberen Ende landet.
| Ausrichtung | Spezifischer Ertrag (kWh/kWp/Jahr) | Eigenverbrauch ohne Speicher |
|---|---|---|
| Süd (30 bis 35 Grad) | 900 bis 1.300 | rund 25 bis 35 % |
| Ost-West (flach) | 850 bis 1.100 | rund 35 bis 45 % |
Die Eigenverbrauchs-Werte stammen aus Auswertungen der HTW Berlin (Stand 2026). Sie sind der eigentliche Grund, warum die Diskussion um den reinen kWh-Ertrag in die Irre führt.
Warum 15 Prozent weniger Strom kaum 15 Prozent weniger Geld sind
Rechnen wir es durch, mit einer 10-kWp-Anlage und Annahmen von Juli 2026: Strompreis 35 Cent je Kilowattstunde, Einspeisung nicht einmal 8 Cent je Kilowattstunde.
Die Südanlage erzeugt rund 10.000 kWh im Jahr, davon nutzt ein Durchschnittshaushalt etwa 30 Prozent selbst. Die Ost-West-Anlage kommt auf rund 8.500 kWh, nutzt davon aber etwa 40 Prozent selbst, weil der Strom besser zum Tagesablauf passt.
Süd: 3.000 kWh selbst genutzt mal 35 Cent sind 1.050 Euro. 7.000 kWh eingespeist mal 8 Cent sind 560 Euro. Zusammen rund 1.610 Euro Nutzen im Jahr.
Ost-West: 3.400 kWh selbst genutzt mal 35 Cent sind 1.190 Euro. 5.100 kWh eingespeist mal 8 Cent sind 408 Euro. Zusammen rund 1.600 Euro.
15 Prozent weniger Strom, aber nur rund 1 Prozent weniger Geld im Jahr. Der teure selbst genutzte Strom gleicht die kleinere Menge fast komplett aus.
Das ist der Punkt, an dem die meisten Rechner passen. Sie zeigen dir die Kilowattstunden und verschweigen, was jede davon wert ist.
Wann der Ertragsnachteil doch zählt
Nicht in jedem Fall geht die Rechnung so glatt auf. Wer tagsüber kaum zu Hause ist und keinen Speicher hat, holt weniger vom Eigenverbrauchs-Vorteil ab. Wer eine sehr große Anlage plant und den Großteil ohnehin einspeist, fährt beim reinen kWh-Ertrag mit Südlage besser. Und ein stark verschattetes Ostdach bleibt ein schlechtes Ostdach, egal was die Statistik sagt.
WattFair verkauft dir hier nichts und vergleicht nur. Welche Ausrichtung bei dir mehr bringt, entscheidet dein Verbrauchsprofil, nicht eine Faustregel aus dem Prospekt.
FAQ
Wie viel weniger Ertrag hat Ost-West gegenüber Süd? Typisch 10 bis 20 Prozent weniger spezifischer Ertrag. Bei flacher Neigung eher am oberen Ende, bei 25 bis 30 Grad oft nur rund 10 Prozent (Stand Juli 2026).
Wie viele kWh pro kWp liefert eine Ost-West-Anlage? Realistisch 850 bis 1.100 kWh pro kWp im Jahr, je nach Standort, Neigung und Verschattung.
Lohnt sich Ost-West trotz geringerem Ertrag? Meistens ja. Der höhere Eigenverbrauch von rund 35 bis 45 Prozent gleicht die kleinere Strommenge beim Geldwert fast komplett aus.
Welcher Neigungswinkel ist bei Ost-West sinnvoll? Flacher als bei Süd, meist 10 bis 30 Grad. Flacher fängt mehr Morgen- und Abendsonne, steiler holt etwas mehr Jahresertrag.
Im nächsten Teil schauen wir uns an, welcher Neigungswinkel bei einem Ost-West-Dach den meisten Ertrag herausholt.
Dieser Beitrag wurde KI-gestuetzt erstellt und redaktionell geprueft.
Häufige Fragen
Wie viel weniger Ertrag hat Ost-West gegenüber Süd?
Typisch 10 bis 20 Prozent weniger spezifischer Ertrag. Bei flacher Neigung eher am oberen Ende, bei 25 bis 30 Grad oft nur rund 10 Prozent (Stand Juli 2026).
Wie viele kWh pro kWp liefert eine Ost-West-Anlage?
Realistisch 850 bis 1.100 kWh pro kWp im Jahr, je nach Standort, Neigung und Verschattung.
Lohnt sich Ost-West trotz geringerem Ertrag?
Meistens ja. Der höhere Eigenverbrauch von rund 35 bis 45 Prozent gleicht die kleinere Strommenge beim Geldwert fast komplett aus.
Welcher Neigungswinkel ist bei Ost-West sinnvoll?
Flacher als bei Süd, meist 10 bis 30 Grad. Flacher fängt mehr Morgen- und Abendsonne, steiler holt etwas mehr Jahresertrag.